Top 100 Krypto-Journalisten Europa 2026: Das Ranking von newskontor

Top 100 Krypto-Journalisten Europa 2026: Das Ranking von newskontor

Düsseldorf, 17. September 2026 – Krypto ist 2026 endgültig im regulierten Finanzalltag angekommen. MiCA, Angebote klassischer Banken, Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und Digital-Asset-Treasuries verändern den Blick auf Bitcoin und Blockchain grundlegend: weg von reiner Kursfantasie, hin zu Infrastruktur und institutionellem Nutzen. Was viele Jahre als Experimentierfeld genutzt wurde, wird nun professionell und verbindet sich immer mehr mit Geldanlage, Zahlungsverkehr und Kapitalmarktprozessen. Damit steigen Chancen und Risiken für Anleger und somit auch der Bedarf an verlässlicher Einordnung. Gefragt sind Journalistinnen und Journalisten, die technologische, regulatorische und finanzielle Entwicklungen verständlich machen.

Aber wie findet man sich im Dschungel der dynamischen Entwicklung zurecht? Wie und wo finden Privatanleger und Institutionelle die Infos, auf die es wirklich ankommt? Darauf gibt newskontor eine Antwort. Die auf Finance und Tech spezialisierte Kommunikationsagentur veröffentlicht bereits zum vierten Mal ihre Top-Liste der relevanten europäischen Stimmen für Blockchain, Bitcoin und New Finance. Darunter sind Journalisten ebenso wie Podcaster und oder Influencer. „Die Berichterstattung über Krypto hat sich enorm weiterentwickelt, aus der anfänglichen Fokussierung auf Kurse und Hypes ist eine breitere Finanz- und Wirtschaftseinordnung geworden. Journalisten beschäftigen sich heute mehr denn je mit Regulierung, Infrastruktur, Tokenisierung und den konkreten Folgen für Anleger und Gesellschaft“, so Marco Cabras, Managing Director der Kommunikationsagentur newskontor.

100 Krypro-Journalisten aus 11 europäischen Ländern

Die Top-Liste der Krypto-Journalisten umfasst 100 Persönlichkeiten aus 11 Ländern Europas, darunter Deutschland, Schweiz, Österreich, Spanien, Italien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich und Großbritannien. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die mediale Berichterstattung über Blockchain und digitale Assets weiter internationalisiert.

Krypto wird erwachsener, aber nicht automatisch einfacher

Viele der befragten Journalisten sehen 2026 zwar nicht das Ende von Krypto, aber das Ende einer bestimmten Marktphase. Philipp Frohn von der WirtschaftsWoche beschreibt eine seit Jahren laufende Professionalisierung, durch die Bitcoin und Co. aus der „Schmuddelecke“ herausgeführt würden. Zugleich verweist er darauf, dass Volatilität weiterhin viele Anleger abschrecken dürfte. Sascha Rose von Focus Money spricht ebenfalls von einer reiferen Marktphase. Das steigende Interesse professioneller Investoren und das wachsende Angebot an Krypto-Investmentprodukten machten digitale Assets „seriöser“ und in den Chefetagen großer Asset-Manager „salonfähiger“.

Ähnlich sieht das Sven Wagenknecht, Chefredakteur von BTC-ECHO: Auf der einen Seite stünden institutionelle Akteure, die Krypto als Asset-Klasse ernst nehmen und regulatorische Planbarkeit benötigen. Auf der anderen Seite zeige der Retail-Sektor derzeit weniger Interesse, die Goldgräberstimmung habe sich eher auf das Thema KI verlagert. Etwas pointierter formuliert Werner Grundlehner, freier Journalist und ehemals Redakteur der NZZ: Damit Krypto inklusive Bitcoin als Alltagsinstrument für Anlage und Wertaufbewahrung anerkannt werde, müsse der Markt das „Tal der Langeweile“ erreichen. Denn auch wenn die Hypervolatilität nachlasse, sei die Seriosität noch nicht erreicht. Dass Bitcoin & Co. mittlerweile „weniger wild“ seien, bemerkt auch Stefanie Morgenroth, Betreiberin des Youtube-Kanals Miss Crypto. Letztlich mache aber genau diese Entwicklung digitale Assets langfristig relevanter.

Aus Spanien kommt eine etwas andere Akzentuierung. Violeta Nieto Quiñonero von der Wirtschaftszeitung Expansión hält die Goldgräberstimmung noch nicht vollständig für beendet, betont aber, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen im institutionellen Ökosystem einer Revolution gleichkomme. Sie erwartet, dass wir eine „vollständige Integration von Kryptowährungen in das allgemeine Anlageverständnis erleben.“ Alejandro Sánchez Salas, ebenfalls von Expansión, beschreibt die Integration von Krypto-Assets in traditionelle Märkte als scheinbar unaufhaltsam. Diese Entwicklung reduziere zugleich die Bitcoin-Volatilität deutlich und entferne den Markt damit weiter von früheren Extremphasen.

Steigende Leserkompetenz: Anleger fragen konkreter, Medien müssen breiter einordnen

Mit der Reife des Marktes verändert sich auch die Leserschaft. Viele Medienschaffende berichten, dass Anleger heute andere Fragen stellen als noch vor wenigen Jahren. Es geht nicht mehr nur darum, ob Bitcoin steigt oder fällt, sondern um Tokenisierung, Corporate Treasuries, MiCA-Compliance, Verwahrung, Stablecoins und die Rolle klassischer Banken. Das Krypto-Wissen sei definitiv gestiegen, attestiert Christin Jahns, Redakteurin bei Das Investment. Neben Bitcoin und Ethereum seien mittlerweile auch andere Assets für Leser interessant.

Das gestiegene Wissen bei Lesern spiegelt sich laut dem freien Journalisten Janis Grunewald auch am Medienmarkt wider: viele Clickbait-Seiten seien verschwunden, stattdessen sei der Bereich für „substanzielle Analyse“ gewachsen. Martin Maciej von GIGA zieht ein ähnliches Fazit: die Berichterstattung sei sachlicher geworden und fokussiere sich stärker auf Regulierung, Anwendungsfälle und Marktstrukturen statt nur auf Kursrekorde.

Auch in Finnland zeigt sich, wie stark sich das Publikum verändert hat. Perttu Räisänen von der Wirtschaftszeitung Kauppalehtiberichtet, dass das Krypto-Wissen seiner Leser über mehrere Bitcoin-Zyklen hinweg deutlich gestiegen sei. In Finnland könnten bald mehr als eine Million Menschen in Krypto investieren – bei nur 5,6 Millionen Einwohnern. Sein Kollege Saku Arjanmaasagt, man müsse heute nicht mehr erklären, wie Bitcoin den Besitzer wechselt oder dass Bitcoin ein begrenztes Angebot hat. Zugleich bleibe das Feld so komplex, dass es weiterhin sehr viel zu lernen gebe.

Anders sieht das Jannik Tillar, Redakteur bei Capital. Seine Einschätzung der Anlegerkenntnisse fällt zurückhaltender aus: Ein deutlicher Wissenszuwachs in der eigenen Leserschaft sei für ihn nicht eindeutig erkennbar, gewachsen sei jedoch offenbar die Zahl kritischer Stimmen.

Nutzen jenseits der Spekulation bleibt umstritten

Beim konkreten Alltagsnutzen von Blockchain-Technologie gehen die Einschätzungen auseinander. Ein Teil der Medienmacher sieht Bitcoin selbst weiterhin als greifbarsten Anwendungsfall, vor allem als Wertaufbewahrungsmittel und unabhängige Form digitaler Vermögenssicherung. Andere verweisen auf Stablecoins, tokenisierte Finanzprodukte oder Real World Assets. Clemens Schömann-Finck, Finanzjournalist und Content Creator vom YouTube-Chanel „René will Rendite“, sieht langfristig besonders in der Tokenisierung von Sachwerten Potenzial.  Durch die Fraktionierung könnten Anlageklassen wie Gewerbeimmobilien oder Unternehmensanteile in kleinere Einheiten zerlegt und damit für mehr Menschen zugänglich werden.

Astrid Dörner, US-Korrespondentin beim Handelsblatt, sieht beim Einsatz von Stablecoins im internationalen Zahlungsverkehr das derzeit größte Potenzial für konkrete Nutzung von Blockchain-Technologie. Ähnlich sieht es Christian Mäder vom Schweizer Medium bitcoinnews.ch, der Nutzen von Stablecoins sei durch schnelle und günstige grenzüberschreitende Zahlungen spürbar. In diesem Bereich entstehe der konkrete Alltagsnutzen jenseits von Spekulation.

Sandra Willmeroth, freie Journalistin und Autorin unter anderem für die NZZ, bleibt skeptischer. Sie sieht für Durchschnittsbürger bislang kaum greifbaren Nutzen. Viele Menschen hätten weiterhin Berührungsängste, verstünden weder Kryptowährungen noch Blockchain oder Tokenisierung ausreichend und nähmen vor allem volatile Bitcoin-Kurse wahr.

Zwischen Reife, Skepsis und neuer Infrastruktur

Die Top-Liste 2026 zeigt: Der europäische Krypto-Journalismus ist breiter, professioneller und internationaler geworden. Neben klassischen Wirtschaftsredaktionen und Finanzmedien prägen spezialisierte Portale, Podcasts und YouTube-Formate die Debatte. Die Entwicklung knüpft an die Vorjahre an, in denen newskontor bereits eine wachsende Themenvielfalt und zunehmende Wissenstiefe festgestellt hatte. Gleichzeitig bleibt Krypto ein Markt voller Widersprüche. Einerseits schaffen Regulierung und institutionelle Angebote mehr Vertrauen, andererseits bleiben Volatilität, Scam-Risiken, technische Hürden und offene Rechtsfragen zentrale Themen. Genau hier liegt die journalistische Relevanz: Berichterstattung muss technologische und wirtschaftliche Chancen sichtbar machen, ohne Risiken zu verharmlosen.

Die Einordnung der Medienschaffenden bringt diesen Zwischenstand gut auf den Punkt. Für die einen werden Bitcoin & Co erwachsener, für andere nur langweiliger. Für Tobias Möllers von der Börsen-Zeitung ist die Krypto-Branche eine Asset-Klasse, die zwischen Reifung und weiterhin hoher Fragilität und Volatilität pendelt. Für manche bleibt es die „Neuerfindung des Geldes im digitalen Zeitalter“ (Violeta Nieto Quiñonero, Expansion) während es für andere eine Erfindung von Computer-Nerds bleibe, die es immer noch nicht schaffen, dem Rest der Welt zu vermitteln, warum sie es für so wahnsinnig wichtig halten (Martin Hock, Wirtschaftsredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung).

Die Top-Liste der Krypro-Journalisten 2026

Die Liste ist kein Ranking, sondern alphabetisch nach dem Namen des Mediums sortiert. Sie erhebt außerdem keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise oder Ergänzungen zur Liste gerne an presse@newskontor.de

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